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Quarantänezonen im MDI


Seit vielen Tagen schon fallen immer mehr Europäer diversen Erkrankungen zum Opfer, deren Verbreitung sich aufgrund der Nähe leider nicht vermeiden lässt. Die beiden populärsten Krankheiten sind derzeit Staphylokokken und ein grippaler, fiebriger Infekt, welcher symptomatisch dem Dengue-Fieber nahesteht.

Drei Europäer befinden sich inzwischen im Krankenhaus, von denen 2 bereits an ihren Staphylo-Pestbeulen operiert wurden und einer mit Verdacht auf Dengue-Fieber eingewiesen wurde. Bei Letzterem handelt es sich um Georg aus “meiner Clique”, der heute, nachdem der finale Bluttest ein negativ ergab, entlassen wird.

Andere Europäer siechen oder siechten im MDI vor sich hin, wenn es zum Krankenhaus nicht gereicht hat. Seit gestern gehöre ich zu diesem erlesenen Kreis!

Jene unter euch, die mich etwas besser kennen, wissen ja, dass ich selten krank bin und Fieber mir fast ein Fremdwort ist. Das letzte Mal, dass ich unter Fieber litt, muss vor etwa 20 Jahren gewesen sein. Nun denn, ihr könnt euch meine leichte Verunsicherung vorstellen, als ich gestern halb frierend halb schwitzend mit 39 Grad im Bett lag. Und das in einem Land, das einem nicht immer das Gefühl von Sicherheit vermittelt. Ich erspare euch das Drama. Jedenfalls geht es mir jetzt wieder besser, nachdem sich meine Mitbewohnerin Daria rührend um mich gekümmert hat (wenn man mal davon absieht, dass sie kurz davor stand, russische Vodka-Behandlungen an mir auszuprobieren). Mein Fieber ist nach etwa 1500 mg Paracethamol nun fast weg, dafür fühlt sich mein Kopf wie ein Riesenkürbis an und ich bewege mich dank Gliederschmerzen in Kombination mit stundenlangem Liegen im harten Bett wie eine Vogelscheuche. Aber immerhin, ich will mich nicht beschweren. Wären da nicht die Midterm-Exams am Sonntag und meine Unfähigkeit, zu lesen! Das wird lustig…

Also denn, ich höre mal auf mit meinem “fishing for pity” und widme mich wieder meinem rumdösen…


In 2008, I had been selected for the European Business School ESCP’s “Master in International Management” Programme, which was to be taught in two different countries. For my 7 month first semester, I had chosen their partner school “Management Development Institute” (MDI) in Gurgaon, a suburb of Delhi. Not having been to India before, and coming from a non-business background in humanities, it was an exciting time, which I documented on my blog.

5 Comments on Quarantänezonen im MDI

  1. publicminx // 03/11/2008 at 14:49 // Reply

    gute besserung again, hun!

  2. Liebe Anna, auch von mir gute Besserung! Pass auf dich auf und halte dich vom Dengue-Fieber fern… Lieben Gruß, Nina

  3. Antonio // 04/11/2008 at 19:43 // Reply

    Ich melde aus dem Change Master Gebäude – grassierende Hepatitis E oder GH, eingeschleppt vom Sharmaji. Bis jetzt liegt einer im Krankenhaus.

  4. Mensch Anna! Pass auf Dich auf und werd bald wieder fit… And against all odds – viel Erfolg mit den Pruefungen!

  5. Hei Anna, schreib doch mal wieder was! Kann man in Indien auch der besinnlichen Vorweihnachtszeit frönen, oder geht einem das mangels Schnee völlig ab? Kommst du denn Weihnachten nach Hause?
    Gruß
    Nina

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